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Grätzlrad ist im Stuwerviertel angekommen

Martin Paga freut sich, dass das Grätzlrad nun im Stuwerviertel angekommen ist und zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung steht.

Martin Paga freut sich, dass das Grätzlrad nun im Stuwerviertel angekommen ist und zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung steht.

Mit Sack und Pack auf die Donauinsel fahren, Einkäufe bequem nach Hause transportieren oder die Kinder zum Spielplatz bringen: Mit dem neuen Stuwerviertler-Grätzlrad ist das ab sofort einfach, umweltfreundlich und kostenlos möglich.

Immer mehr Wienerinnen und Wiener nutzen das Fahrrad als Verkehrsmittel. Das zeigt auch eine aktuelle Analyse des VCÖ – Mobilität mit Zukunft, (früher bekannt als Verkehrsclub Österreich) auf Basis von Daten der Statistik Austria. In den vergangenen zehn Jahren ist in Wien die Zahl der täglich oder mehrmals die Woche Radfahrenden um 59 % gestiegen. 2017 wurden 962.206 Radler bei der Zählstelle Praterstern registriert. Das war ein Plus von 5,8 % im Vergleich zum Vorjahr (Quelle: Mobilitätsagentur Wien). Auch Transportfahrräder spielen im Güterverkehr in Städten eine immer größere Rolle. Um diesen Trend gerecht zu werden hat die Stadt Wien im vergangenen Jahr insgesamt 322 Transportfahrräder gefördert. Darunter auch zehn sogenannte Grätzlräder, die bei regionalen Lokalen, Büros und Geschäften kostenlos ausgeborgt werden können. Jetzt gehört auch das Stuwerviertel zu einer der Entlehnstellen.

Familieneinkauf wird zum Kinderspiel
„Was zeichnet die Nahversorgung im Stuwerviertel aus? In den meisten Fällen sind es die Unternehmer selbst oder deren Familienmitglieder, die ihre Kunden bedienen und beraten. Dieser persönliche Kontakt im Grätzl ist allen sehr wichtig“ erklärt Mag. Dieter Riedlinger-Baumgartner Obmann des Unternehmervereins „Die 1. im 2ten – Einkaufen im Stuwerviertel“. „Mit dem Grätzlrad wollen die Unternehmer den Stuwerviertlerinnen und Stuwerviertlern einen zusätzlichen Service für ihren Einkauf bieten.“ Das Rad kann natürlich auch für Freizeitaktivitäten ausgeborgt werden ergänzt Riedlinger-Baumgartner. Anfang Juni hat der Verein das Grätzlrad von der Mobilitätsagentur Wien, die als Organisator der Aktion agiert, übernommen. Der Standort des Rades ist die Mokkathek am Ilgplatz 6. Hier verwaltet Martin Paga die Entlehnung und das Rad. „Das Reservieren ist unkompliziert über die Grätzlrad Website (www.graetzlrad.wien) möglich“, erklärt er. Einfach das gewünschte Datum anklicken, Name und E-Mailadresse angeben und auf die Bestätigung warten. „Grundsätzlich verleihen wir das Rad nur Tageweise. Das ist nicht nur für unsere Administration einfacher, sondern bietet auch den Nutzern mehr Freiheit bei der Nutzung. Und man muss über 18 Jahre alt sein“, hält Paga fest. Bei der Abholung wird eine Kaution von € 50 eingehoben, die natürlich bei Mietende – sofern mit dem Rad alles in Ordnung ist – wieder zurückbezahlt werden. Für Schäden, die der Entlehner verursacht, ist er allerdings selber haftbar. „Wir freuen uns auf alle Fälle sehr, dass das Rad nun fleißig genützt wird“, betont Riedlinger-Baumgartner.